Impfstoff gegen Staphylokokkus aureus
Intercells Impfstoff gegen S. aureus wird gemeinsam mit Merck & Co., Inc. im Rahmen einer exklusiven weltweiten Lizenz entwickelt. Merck hat hierbei die Verantwortung für die klinische Entwicklung, die Herstellung und das Marketing übernommen. Intercell erhält signifikante Meilensteinzahlungen bei Entwicklungsfortschritt, und Lizenzgebühren auf zukünftige Nettoverkaufserlöse.
Der neuartige Impfstoff gegen S. aureus besteht aus einem konservierten Proteinantigen, das von unserem Antigen Identifikationsprogramm (AIP®) entdeckt wurde. Der Impfstoffkandidat zeigte in Tiermodellen sehr guten Schutz und deckt alle Untertypen des Bakteriums, also auch den Methicillin-resistenten Staphylokokkus aureus (MRSA), ab.
Eine klinische Phase I-Studie an mehr als 120 gesunden erwachsenen Probanden zeigte, dass der Impfstoff immunogen, sicher und allgemein gut verträglich ist. Immunantworten wurden innerhalb mehrerer Wochen nach einer einmaligen Impfung beobachtet und blieben über den gesamten Studienzeitraum erhalten.
Ende 2007 hat Merck eine klinische Phase II-Studie gestartet, um die Wirksamkeit und Sicherheit einer einmaligen Verabreichung an Patienten, die sich einem Herz-Thoraxchirurgischen Eingriff unterziehen, zu untersuchen. Eine weitere randomisierte, Placebo-kontrollierte Phase II-Doppelblindstudie wurde im August 2008 gestartet. Diese Studie soll die Sicherheit und Immunogenität des Impfstoffkandidaten bei Patienten mit schweren fortgeschrittenen Nierenerkrankungen (Hämodialyse-Patienten) evaluieren.
Die Rekrutierung für die Phase II/III-Studie ("Proof of Concept") des Impfstoffkandidaten (V710) gegen S. aureus schreitet voran. Erste entscheidende und aussagekräftige Interimsanalysen werden 2011 erwartet.
Der häufigste Grund für Krankenhausinfektionen
S. aureus ist der häufigste Verursacher nosokomialer Infektionen und zeichnet für etwa 40 % dieser Krankenhausinfektionen verantwortlich. Das Bakterium wird normalerweise von Mensch zu Mensch übertragen und verbreitet sich durch Kontakt mit dem Sekret von Hautwunden, der Nase, bzw. über die Hände. (Quelle: CDC) Symptome von Infektionen durch S. aureus reichen von leichten Hautinfektionen bis zu schwerwiegenden und manchmal sogar tödlichen Erkrankungen wie Infektionen des Blutkreislaufes, der Knochen, des Herzens oder anderer Organe.
Krankenhausinfektionen sind weltweit einer der Hauptgründe für schwere Erkrankungen und Todesfälle. In Industrieländern resultiert daraus eine jährliche finanzielle Belastung von mehr als USD 20 Mrd. Allein in den USA und Europa infizieren sich jährlich etwa 4 Millionen Menschen; 20.000 davon sterben. Die Zahl der nosokomialen Infektionen, die durch medizinische Eingriffe hervorgerufen werden, steigt stetig; nicht zuletzt, weil die Bakterien, die in Krankenhäusern auftreten, gegen die meisten Antibiotika resistent sind.
Vorbeugung und Behandlung
Heute ist rund die Hälfte aller S. aureus-Stämme, die weltweit in Krankenhäusern isoliert werden, gegen mehrere Antibiotika resistent. Eine gezielte Behandlung dieser Erkrankungen gestaltet sich deshalb immer schwieriger. Bislang gibt es keine zugelassenen Schutzimpfstoffe.
Neben der Schutzimpfung entwickeln Intercell und Merck & Co., Inc., im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft auch monoklonale Antikörper für die Behandlung von schweren Infektionen durch S. aureus. Die Antigene dafür wurden durch unser Antigen Identifikationsprogramm (AIP®) identifiziert. Merck ist für die präklinische und klinische Entwicklung, Zulassung und Vermarktung der aus dieser Verbindung entstehenden Produkte verantwortlich.
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- Merck & Co., Inc.

