Impfstoff gegen Lyme-Borreliose

Intercell entwickelt unter Verwendung des Antigen Identifikationsprogramms (AIP®) einen vorbeugenden Subunit-Impfstoff gegen Lyme-Borreliose. Der Impfstoff, der alle drei krankheitsverursachenden Gattungen fokussiert, befindet sich derzeit in der präklinischen Entwicklung.

Über Lyme-Borreliose

Lyme-Borreliose ist die am häufigsten auftretende von Zecken übertragene Infektion in Europa, Nordamerika und Asien. In Europa werden jährlich etwa 85.000 Fälle gemeldet. Da eine Erkrankung jedoch nicht immer gemeldet wird, und auch viele Fälle von Lyme-Borreliose nicht als solche erkannt werden, gehen Experten von einer wesentlich höheren Dunkelziffer aus. In den USA werden jährlich zwischen 20.000 und 25.000 Fällen pro Jahr gemeldet. (Quelle: WHO, CDC)

Das häufigste Symptom einer Infektion ist ein Hautausschlag an der Stelle des Zeckenbisses. Das Bakterium kann sich von dort aus verbreiten und auf viele verschiedene Arten sichtbar werden, z.B. als Arthritis, Herzmuskelentzündung, oder in Form von neurologischen Problemen.

Die Verursacher der Lyme-Borreliose sind spiralförmige Bakterien. Die Krankheit ist eine Zoonose, und die Bakterien finden sich in der Natur vor allem auf kleinen Nagetieren und Vögeln. In Europa gibt es zumindest drei Untergruppen des Borrelia-Bakteriums, die Lyme-Borreliose verursachen: B. afzelii, B. garinii und B. burgdorferi. In Nordamerika ist letztere der einzige Verursacher.

Vorbeugung und Behandlung

Lyme-Borreliose wird derzeit durch serologische Untersuchungen diagnostiziert, was jedoch vor allem beim Nachweis einer frühen Infektion problematisch sein kann. Des Weiteren können diese Tests nicht zwischen einer aktiven und einer bereits überstandenen Infektion unterscheiden, da die entsprechenden Antikörper über mehrere Jahre nachgewiesen werden können. Auch die Präsenz (das Vorhandensein) vieler verschiedener Gattungen und Serotypen von Borrelia-Bakterien kompliziert die Diagnose. Heute gibt es keinen Impfstoff gegen Lyme-Borreliose. Die einzige Behandlungsmöglichkeit beruht auf der Gabe von Antibiotika.

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