Impfstoff gegen Streptokokken der Gruppe A
Der Impfstoff gegen Infektionen durch Streptokokken der Gruppe A, der sich derzeit in der präklinischen Entwicklung befindet, basiert auf Antigenen, die von unserem Antigen Identifikationsprogramm (AIP®) identifiziert und validiert wurden.
Gruppe-A-Streptokokkus, Streptokokkus pyogenes
Der Streptokokkus der Gruppe A (GAS) ist ein humanpathogener Erreger, der sich häufig im Hals von gesunden Kindern ansiedelt. Neben leichten Hals- oder Hautinfektionen kann er schwere Erkrankungen, darunter Pharyngitis, Atemwegsinfektionen, rheumatisches Fieber, Nephritis sowie Haut- und Weichteilinfektionen verursachen. Bei Kindern löst er außerdem häufig Scharlachfieber aus. GAS wird üblicherweise von Mensch zu Mensch übertragen, entweder durch Kontaktinfektion oder Tröpfcheninfektion.
Die häufigste Form der GAS-Infektion ist die Pharyngitis (Rachenentzündung). Die durch Streptokokkus ausgelöste Pharyngitis hat allein in den USA 10 Millionen Kinderarztbesuche pro Jahr zur Folge und stellt den Hauptgrund für antibiotische Therapien bei Kindern dar. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge gibt es derzeit pro Jahr weltweit über 18 Millionen schwere GAS-Infektionen wie etwa rheumatische Herzerkrankungen, die in 500.000 Fällen tödlich verlaufen.
Vorbeugung und Behandlung
GAS-Infektionen werden mit Antibiotika behandelt. Oft müssen die Patienten mehrere antibiotische Behandlungszyklen durchlaufen, was bei anderen humanpathogenen Erregern nachweislich zu antibiotischer Resistenz beigetragen hat.
Momentan gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen GAS. Ein Impfstoff könnte jedoch nicht nur Millionen von Erkrankungen verhindern, sondern zudem einen geringeren Einsatz von Antibiotika bewirken und damit das Risiko antibiotischer Resistenz verringern. Zudem würde der Impfstoff in den Entwicklungsländern einer von GAS verursachten Erkrankung vorbeugen, die oft unbehandelt bleibt und zu schweren, häufig lebensbedrohlichen Komplikationen führt.
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