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Impfstoffe zählen nach wie vor zu den effizientesten Möglichkeiten, weltweit verbreitete und sehr gefährliche Infektionskrankheiten zu verhindern. Gegen viele Infektionskrankheiten gibt es derzeit keine Impfstoffe und zahlreiche Bakterien werden immer resistenter gegen Antibiotika. Es besteht ein massiver Bedarf an einer neuen Generation von sicheren und wirksamen Impfstoffen.

Smart Vaccines – Eine neue Impfstoffgeneration

Intercell hat sich auf die Entwicklung von so genannten intelligenten Impfstoffen ("Smart Vaccines") spezialisiert. Diese bestehen nur aus den nötigsten Inhaltsstoffen und sind in der Lage, beide Seiten des Immunsystems zu stimulieren: T-Zellen und B-Zellen.

Intercells erstes Produkt am Markt ist ein Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis. Der Impfstoff ist in den USA (FDA), Europa (Europäischen Kommission), Kanada (Health Canada) und Australien (TGA) zugelassen.

Japanische Enzephalitis ist eine von Moskitos übertragene Infektion, die mit der in Europa weit verbreiteten Frühsommermeningitis (FSME) vergleichbar ist. Jährlich erkranken weltweit 30.000 bis 50.000 Menschen an Japanischer Enzephalitis; etwa 15.000 dieser Patienten sterben. Die Krankheit tritt vor allem in asiatischen Schwellenländern auf, breitet sich jedoch zunehmend auf bislang nicht betroffene Gebiete aus. Am häufigsten erkranken Bewohner ländlicher Regionen – insbesondere Kinder. Das Virus bedroht aber auch Millionen Reisende und Militärbedienstete, die sich in diesen Gebieten aufhalten.

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Intercell führt derzeit klinische Studien (Phase III) für ein neuartiges nadelfreies Impfpflaster gegen Reisedurchfall durch.

Die häufigste Ursache für Reisedurchfall ist eine bakterielle Verschmutzung von Nahrung und Wasser. Jährlich besuchen etwa 55 Millionen Reisende endemische Gebiete – etwa 20 Millionen erkranken an Reisedurchfall. Im Moment gibt es keinen Impfstoff zur umfassenden Vorbeugung von Reisedurchfall.

Neben Reisenden sind vor allem Kinder und junge Erwachsene in den Entwicklungsländern Asiens, des mittleren Ostens, Afrikas und Zentral- sowie Südamerikas dem Erkrankungsrisiko ausgesetzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jährlich etwa 350.000 Kinder in endemischen Gebieten an Infektionen sterben, die von den Reisedurchfall hervorrufenden Bakterien verursacht werden.

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Intercells Impfstoff gegen S. aureus wird gemeinsam mit Merck & Co., Inc., entwickelt und befindet sich in klinischen Phase II/III-Studien (Sequentielles Design).

Das Bakterium S. aureus ist einer der häufigsten Verursacher von Krankenhausinfektionen. Die Symptome dieser Infektionen reichen von eher unbedeutenden Hautinfektionen bis hin zu folgenschweren, in manchen Fällen sogar tödlichen, Infektionen der Knochen, der inneren Organe oder des Blutes. Viele S. aureus-Bakterien sind gegen Antibiotika resistent.

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Intercells Impfstoffkandidat gegen das Bakterium Pseudomonas wird intern entwickelt und hat in den bisher abgeschlossenen klinischen Studien viel versprechende Ergebnisse gezeigt.

Pseudomonas ist die dritthäufigste Ursache von nosokomialen Infektionen. Das Bakterium verursacht Erkrankungen bei Menschen mit schwachem Immunsystem. Vor allem Patienten, die an schweren Verbrennungen, Krebs oder HIV leiden, sind betroffen. Lungenentzündung, Infektionen des Herzmuskels, des Zentralnervensystems, der Atemwege, der Haut und der Weichteile werden durch Pseudomonas ausgelöst. Das Bakterium ist resistent gegen zahlreiche Antibiotika, was die Behandlung massiv erschwert.

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Intercell entwickelt eine Behandlungsmethode für Hepatitis C-kranke Menschen, die das Immunsystem dazu bringt, die Virusinfektion aktiv anzugreifen. Dieser Ansatz, der als therapeutische Impfung bezeichnet wird, hat in klinischen Phase II-Studien viel versprechende Ergebnisse gezeigt.

Hepatitis C wird durch direkten Kontakt mit infiziertem menschlichem Blut übertragen. Die Krankheit kann zu chronischen Erkrankungen der Leber wie Zirrhose (Beschädigung der Leber) und Leberkrebs führen. Laut Weltgesundheitsorganisation tragen weltweit etwa 170 Millionen Menschen den Hepatitis C Virus chronisch in sich. Jährlich infizieren sich 3 bis 4 Millionen mit dem Hepatitis C Virus. Derzeit gibt es keinen Impfstoff gegen die Krankheit. Die Langzeitbehandlung mit Interferon/Ribavirin ist nicht immer wirksam, kostspielig, und hat oft schwere Nebenwirkungen.

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Intercell entwickelt ein Impfpflaster gegen pandemische Grippe, das die Immunantwort auf bestehende, injizierte Impfstoffe verstärken soll. Dieses Impfpflaster hat das Potenzial, die verwendete Dosis des Impfstoffs gegen pandemische Grippe zu verringern. Dadurch können die begrenzten Impfstoff-Vorräte mehr Menschen zugute kommen.

Das immunstimulierende Pflaster, das die Wirkung des Impfstoffs verstärkt, hat in laufenden klinischen Studien bereits viel versprechende Daten erzielt. Diese zeigen, dass das Pflaster in Verbindung mit einer injizierten Impfung gegen pandemische Grippe bereits nach einer einmaligen Verabreichung Schutz bieten kann. Bei der Entwicklung und Vermarktung dieses Impfstoffkandidaten arbeitet Intercell mit GSK zusammen. Das Programm wird maßgeblich vom amerikanischen Gesundheitsministerium (United States Department for Health and Human Services) unterstützt und finanziert.

Mit "Pandemische Grippe" bezeichnet man einen globalen Grippeausbruch, der durch besonders virulente und leicht verbreitbare Influenza-Virusstränge hervorgerufen wird. Während des 20. Jahrhunderts gab es mehrere Pandemien, unter anderem die Spanische Grippe (1919), die etwa 40 Millionen Tote forderte. Die Bedrohung einer neuen weltweit pandemischen Influenza, wie die erst vor kurzem aufgetretene so genannte Vogelgrippe, bestätigt den Bedarf an wirksamen Impfstoffen, die rasch verabreicht werden können.

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Gemeinsam mit Novartis entwickelt Intercell einen Impfstoff gegen saisonale Grippe. Der Impfstoff vereint die Adjuvantien (Booster) IC31® von Intercell mit dem Grippeimpfstoff von Novartis.

Grippe ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung. Der Virus greift die Atemwege an und wird über Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen. Die häufigsten Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und eine laufende Nase. Obwohl die Infektion selten tödlich verläuft, sind vor allem ältere Menschen einem höheren Risiko von Komplikationen und Tod ausgesetzt. Etwa 15 % der Weltbevölkerung erkranken jährlich an Grippe. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden jährlich 250.000 bis 500.000 Todesfälle mit Grippe in Verbindung gebracht. Die Impfrate mit den derzeit zugelassenen Impfstoffen bleibt unter dem von den öffentlichen Gesundheitsstellen genannten Ziel. Hinzu kommt, dass bestehende Impfstoffe nicht immer die erhoffte Wirkung bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem hervorrufen.

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Intercells neuartiger Impfstoff gegen Tuberkulose wird gemeinsam mit dem dänischen Statens Serum Institut (SSI) und sanofi-aventis entwickelt. Erste Daten waren viel versprechend und die weiteren Studien verlaufen planmäßig.
Tuberkulose wird von Bakterien, die über die Luft übertragen werden, verursacht und ist weltweit nach wie vor eines der größten Gesundheitsprobleme. Ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit Tuberkulose infiziert, wobei nur bei etwa 5 bis 10 % der Infizierten Symptome der Krankheit auftreten. Insgesamt sterben jährlich etwa 1,5 Millionen Menschen an den Folgen dieser Krankheit. Bei HIV-Erkrankten ist Tuberkulose die häufigste Todesursache, da jede Krankheit die andere verschlimmert.

Der heute zugelassene Impfstoff wird Neugeborenen verabreicht und bietet für etwa 10 bis 15 Jahre einen guten Schutz. Eine zweite Impfung gewährleistet jedoch keinen ausreichenden Schutz mehr. Daraus resultiert der große Bedarf an einem neuen, wirksameren Impfstoff.

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Intercell entwickelt einen neuartigen Impfstoff, der auf einen Großteil der Untergruppen des Pneumokokkus-Bakteriums abzielt. Der Impfstoff soll vor allem Kindern und älteren Menschen in Entwicklungsländern helfen. Eine klinische Phase I-Studie wurde 2009 gestartet. Die erste Analyse der Phase I Daten ergab ein gutes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil des Impfstoffkandidaten. Die Entwicklung dieses Impfstoffkandidaten wird von der Non-Profit-Organisation PATH (USA) unterstützt.

Streptokokkus pneumoniae – oder Pneumokokkus – stellt sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern die häufigste Art einer bakteriellen Infektion dar. Das Bakterium verursacht Mittelohrentzündung (Otitis media), Bakterien im Blut (Bakteriämie), Lungenentzündung (Pneumonia), Gehirn- und Rückenmarksentzündung (Meningitis) sowie Sepsis. Babys und auch ältere Menschen sind dem höchsten Risiko ausgesetzt. Derzeit sind zwei Impfstoffe auf dem Markt, die für verschiedene Altersgruppen empfohlen werden. Diese Impfstoffe sind jedoch teuer und wirken nur gegen eine begrenzte Anzahl der über 90 verschiedenen Untergruppen (Serotypen) des Bakteriums.

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Intercell entwickelt einen Impfstoffkandidaten gegen durch Gruppe A Streptokokkus (GAS) verursachte Infektionen. Der Impfstoffkandidat basiert auf von Intercell entdeckten Antigenen und befindet sich derzeit in der präklinischen Entwicklung.

GAS ist ein Bakterium, das oft im Rachen und auf der Haut gesunder Personen auftritt. In manchen Fällen ruft es Infektionen hervor, die von leichten Entzündungen des Rachens oder der Haut bis hin zu schwereren Erkrankungen wie rheumatischem Fieber, Zerstörung von Muskel-, Fett- oder Hautgewebe sowie Infektionen der Organe reichen können. Bei Kindern sind Halsschmerzen die häufigste Form von GAS-Infektionen. Allein in den USA führen diese Infektionen zu 10 Millionen Arztbesuchen. Derzeit werden GAS-Infektionen mit Antibiotika behandelt. Ein neuer Impfstoff würde nicht nur das Risiko einer Antibiotika-Resistenz verringern, sondern auch die massive finanzielle Belastung des Gesundheitssystems reduzieren.

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Sanofi-aventis entwickelt derzeit einen Impfstoffkandidaten gegen einen krankheitsverursachenden Mikroorganismus (Details können derzeit noch nicht veröffentlicht werden). Der Impfstoff basiert auf von Intercell identifizierten bakteriellen Antigenen. Der Impfstoffkandidat könnte einen bedeutenden medizinischen Bedarf im Bereich der Infektionskrankheiten decken.

Im Juli 2005 übte sanofi-aventis seine Option auf die exklusiven weltweiten Vermarktungsrechte für die von Intercell identifizierten Impfstoff-Antigene aus.

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Intercell entwickelt einen vorbeugenden Impfstoff gegen Lyme-Borreliose. Der Impfstoffkandidat befindet sich derzeit in der präklinischen Entwicklung.

Lyme-Borreliose ist die am häufigsten auftretende von Zecken übertragene Infektion in Europa (etwa 85.000 Fälle pro Jahr), Nordamerika (zwischen 20.000 und 25.000 Fällen pro Jahr) und Asien. (Quelle: WHO, CDC)

Ein markantes Zeichen für die Infektion ist ein Hautausschlag an der Stelle des Zeckenbisses. Das Bakterium kann sich von dort verbreiten und auf unterschiedliche Art sichtbar werden. Zu den Symptomen zählen Arthritis (Schädigung der Gelenke), Karditis (Entzündung des Herzmuskels), oder neurologische Probleme. Derzeit gibt es keinen Impfstoff gegen Lyme-Borreliose. Die Krankheit wird mit der langfristigen Verabreichung von Antibiotika behandelt.

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Antikörper können höchst wirksam zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionskrankheiten eingesetzt werden. Die Häufung von Antibiotika-Resistenzen wird zu einem ernsthaften Problem, zum Beispiel bei der Behandlung nosokomialer Infektionen in kritischen Situationen. Anti-infektiv wirksame Antikörper und monoklonale Antikörper sollen in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Kontrolle von Infektionen beisteuern, die ansonsten unbehandelbar bleiben.

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Neben verschiedenen Impfstoffkandidaten entwickeln wir und unsere Partner (Merck & Co., Inc., und Kyowa Hakko Kirin) auch Antikörper gegen Infektionskrankheiten wie Staphylokokkus aureus, Pneumokokkus sowie Streptokokken der Gruppen A und B.

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